Blauwassersegeln mit Sonnen- und Schattenseiten

Etappe: Algarve (Sagres, Lagos, Alvor) – Madeira-Archipel (Porto Santo).

Vier Tage verweilen wir in der Algarve, bevor das Wetter uns zur nächsten Etappe mit rund 470 Meilen über den Atlantik zum Madeira-Archipel drängt. Zuvor erkunden wir die beeindruckende Steilküste der Algarve auf dem See- sowie Landweg, ankern in einer idyllischen Lagune und genießen vor allem die Wärme. Noch am Cabo de Sao Vincente, Europas süd-westlichstem Punkt, wehte ein kalter Wind. Doch gleich dahinter erwartet uns der Sommer. Wir pellen uns aus den salzigen Segelanzügen und lassen die Sonnenstrahlen an die Haut. Ab Lagos ist es richtig warm und so erleben wir auf unserer Überfahrt zum Madeira-Inselarchipel Porto Santo Blauwassersegeln in seiner schönsten Form bei angenehmen 3 bis 4 Beaufort, glasklarem, tiefblauem Wasser und begleitet von Delfinen. Dann erfahren wir die Schattenseiten, als unser Vorstagspanner bricht. Glück im Unglück: der Mast bleibt stehen. Aber der Reihe nach….

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Auf dem Weg zur Algarve

Etappe: Peniche – Cabo da Roca – Lissabon – Cabo de Sao Vincente – Algarve.

Ein Tag abwettern muss reichen. Wir wollen weiter! Die Wetterpropheten sind sich zwar nicht ganz einig, aber insgesamt sieht die Prognose ganz vielversprechend aus: Nord-West, 5 Beaufort, 2,4 Meter See. Nur der portugiesische Wetterbericht, dem wir eigentlich das größte Vertrauen schenken, meldet noch Böen von um die 30 Knoten. Das soll uns aber nicht abhalten.

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Die Nord-West-Küste Portugals

Etappe: Illas Atlanticas – Viana do Castelo – Porto – Peniche.

Die portugiesischen Häfen liegen zumeist direkt an der Atlantikküste. Ohne Schutz durch vorgelagerte Inseln sind sie den Wellen des Ozeans unmittelbar ausgesetzt. Insbesondere bei westlichen Winden kann hier hoher Schwell mit bei Starkwind brandenden Seen entstehen. Zudem herrschen in den Nachmittagsstunden bis zum Abend verstärkt thermische Winde – bedingt durch extrem hohe Temperaturen weit im Landesinneren bei gleichzeitig niedrigen Temperaturen auf See. Windstärken von 4 bis 5 Beaufort können zuweilen unvermittelt binnen Minuten auf 6 bis 7 und mehr Beaufort ansteigen. Viele Häfen schließen dann, weil die Ansteuerung in Schwell oder gar brandenden Seen gefährlich wird. Durchschnittlich geht in diesem Revier jährlich 1 Yacht verloren, teils mit tödlichem Ausgang für die Crew, warnt unser Revierführer.

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An der Costa da Morte

Etappe: A Coruna – Rias – Kap Finisterre – Illas Atlanticas (Spanien)

Die Costa da Morte

Die Costa da Morte, die „Todesküste“, ist der westlich von A Coruna und dem Kap Finisterre gelegene Teil der Küste Galiciens im Nordwesten der iberischen Halbinsel. Ihren Namen erhielt sie wegen der schwierigen Bedingungen für die Seefahrt und den daraus resultierenden Schiffbrüchen und Toten. Der Küstenlinie sind fast keine Inseln vorgelagert. Eine der größten Buchten ist die Ria Camarinas – unser nächstes Etappenziel.

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Die Biskaya liegt im Kielwasser

 

Etappe Bretagne – Biskaya – La Coruna:

Biskaya-Querung mit Rückenwind

Unsere Törnplanung sieht vor, die Biskaya mit dem passenden Wetterfenster noch vor September und den dann möglichen ersten, den Herbst ankündigenden Stürmen zu queren. Zum 27. / 28. August bietet sich diese Gelegenheit bei angekündigten Nord- bis Nord-Ost-Winden mit 4 bis 5, maximal 6 Beaufort. Am Montagmorgen, 28. August 2017, legen wir in Camaret-sur-Mer ab. Unser Ziel, La Coruna im Norden Spaniens, erreichen wir nach 3 durchsegelten Nächten am Donnerstag, 31. August 2017. Nach der Nachtansteuerung von La Coruna machen wir um 6 Uhr, in noch stockfinsterer Nacht, in der Marina fest. 382 Seemeilen und 70 Stunden liegen in unserem Kielwasser.

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Channel Sailing

Segeln im Solent

Der Solent und die Segelhauptstadt Cowes sind DAS Segelrevier schlechthin, weltbekannt für Segelregatten wie der legendären Cowes Week. Nur wenige Seemeilen breit und rund 20 Seemeilen lang, findet sich hier alles was schwimmen kann, angefangen mit historischen Seglern über modernste Rennyachten, weltweit fahrende Handelsschiffe, luxuriöse Kreuzfahrtlinien bis hin zu militärischen Fahrzeugen und sogar Flugzeugträgern. Dazwischen pendeln permanent Fähren und Hoovercrafts, die die Insel Wight mit dem Festland verbinden. Weiterlesen „Channel Sailing“

Leinen los!

Der Sonne entgegen mit dem Wind auf der Nase. Etappe Holland – England: Nachdem der Wind etwas an Kraft verloren hat, heißt es für uns: Leinen los. Generalkurs Süd-Südwest. Wir verlassen unseren langjährigen Heimathafen in Lemmer am Ijsselmeer am Freitag, den 4. August um 11.00 Uhr. Wir wollen in den nächsten Tagen das Ijsselmeer queren … Weiterlesen Leinen los!

Wir sind soweit – es kann losgehen!

Zugegeben, etwas länger haben wir dann doch gebraucht – am 1. August wollten wir eigentlich aufbrechen. Aber nun haben wir alle Vorbereitungen abgeschlossen und sind startklar. Eine schier unendlich lange To-do-Liste ist abgearbeitet. Dabei sind wünschenswerte aber nicht zwingend notwendige Dinge auf der Strecke geblieben. Dennoch: Ein Hoch auf uns! Dem entgegen steht das Tief über Schottland, das uns in Holland mit 7 Windstärken aus Südwest direkt auf die Nase weht. Auf der Nordsee bläst es sogar mit bis zu 45 Knoten (9 Beaufort). Die Konsequenz: wir bleiben im Hafen! Weiterlesen „Wir sind soweit – es kann losgehen!“