Sonnenstaat Florida

Angekommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Vor der Küste Floridas erstreckt sich der Golfstrom mit einer Breite von rund 50 Seemeilen und bis zu 4 Knoten Strom. Dem Kontinent in diesen Breiten vorgelagert ist eine Inselkette mit nur wenigen 100 Meter breiten, teils rund 1 Meter tiefen sogenannten Inlets, schmale Passagen, die den Weg zur Festlandküste frei geben. Davor schlängelt sich der Intracoastal Waterway (ICW) über fast 5000 Meilen von Süd nach Nord. Die Yachten vor der Skyline an Land sind haushoch und die Highways haben 5 Lanes, in eine Richtung. 2 Hamburger mit 2 Getränken und 1 Portion Pommes kosten 32 US Dollar – als Take-Away, versteht sich. Wir sind angekommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, unserem 2. Etappenziel.

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Schwein gehabt!

Segeln in den Bahamas: Great Inagua – Long Island – Exumas – Nassau.

Flamingos in Great Inagua, Haie in Staniel Cay, Schildkröten in den Mangroven von Shroud Cay und nicht zu vergessen: schwimmende Schweine am Pig Beach von Big Majors Spot – das Tollste an den Bahamas aber sind diese unglaublichen Farben. Je nach Wassertiefe erscheint das Meer mal dunkelblau, mal grün, mal türkis oder eben sandfarben-transparent und immer christallklar. Segeln in den Bahamas ist wirklich tierisch gut, wir fühlen uns sauwohl und haben eine phantastisch gute Zeit in einem paradiesischen Revier, das auch navigatorisch spannend ist. Dabei haben wir ausgesprochen Glück mit dem Wetter und der Tide: die passende Windstärke und -richtung mit Slackwater (Stillwasser) zur passenden Zeit am gewünschten Ort – und immer die erforderliche Handbreit Wasser unterm Kiel. Eben: Schwein gehabt! Weiterlesen „Schwein gehabt!“

Dominikanische Republik – Mit Sicherheit ein weiteres Karibik-Highlight

Etappe BVI – Dominikanische Republik – Bahamas.

Diebstähle von Dinghys, Yachtausrüstung oder auch Segelyachten sind in der Bucht von Samana im Nord-Osten der Dominikanischen Republik nicht unbekannt. In der Reiseliteratur wird Touristen davon abgeraten, sich nachts auf den Straßen aufzuhalten. Auch seglerisch ist die Dom-Rep nicht ohne: Am Cabo Cabron im Nord-Osten der Insel beschleunigen angekündigte 15 Knoten Wind zuweilen auf 32 Knoten und mehr (Kapeffekt). Geschützte Ankerbuchten gibt es an der Nordküste nicht, Marinas sind rar und teuer. Alles Gründe, warum wir vor Beginn unseres Atlantiksegeltörns die Dom-Rep an der Grenze zum politisch labilen Haiti nicht mit in unsere Planung aufgenommen haben. Aber nun sind wir doch hier gelandet und finden uns in einem Seglerparadies… Wir sind uns nicht sicher, ob allein der angekündigte Starkwind ausschlaggebend war, die geschützte Bahia de Samana anzulaufen, oder ob doch ein kleines bisschen Abenteuerlust Triebfeder war. Aber – der Reihe nach….

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Nature’s little Secrets…

Segeln in den British Virgin Islands.

Die BVIs sind nur eine Nacht von St. Martin entfernt. Am späten Nachmittag (es ist Samstag, der 13. Januar 2018) klarieren wir im Immigration Office von Marigot aus und verholen uns dann in die Marina Fort Louis, um unseren 320 l fassenden Wassertank randvoll zu füllen. Wer weiß, wann wir wieder Gelegenheit zum Bunkern haben. Um 21.30 Uhr UTC (Ortszeit 17.30 Uhr) legen wir ab, um nach 77 Seemeilen auf Vorwindkurs, nur unter Genua bei 4 bis 5 Beaufort aus Ost, pünktlich zum Tagesanbruch Virgin Gorda in den BVIs anzulaufen. Weiterlesen „Nature’s little Secrets…“

Karibik mit französischem Flair… auch nach Hurrikan Irma

St. Barthélemy und St. Martin (Karibik, Kleine Antillen).

4 Monate nachdem Hurrikan Irma in der nördlichen Karibik gewütet hat, laufen wir die Inseln St. Barthélemy und St. Martin an. Yes, St. Barts is o.k. You can go there, hat uns der Officer in der Port Authority von English Harbour (Antigua) versichert. Bei der Ansteuerung des Ankerplatzes vor der Marina Gustavia in St. Barts beschleicht uns dann doch ein ganz komisches Gefühl. Weiterlesen „Karibik mit französischem Flair… auch nach Hurrikan Irma“

Land of Sea & Sun: Antigua

Landgang & Segeln in einem Hotspot der internationalen Seglerszene.

Angekommen in der Karibik fängt das neue Jahr für uns gut an: wir haben einen wesentlichen Meilenstein erreicht und fahren nun einen Gang runter. Wir lassen die karibische Mentalität auf uns überspringen und gehen die nächsten Tage ganz relaxt an. Kein 3-Stunden-Wachrhythmus mehr, endlich wieder einmal Ausschlafen, festen Boden unter den Füßen. Die Aurora Maris liegt in English Harbour, in Nelson’s Dockyard sicher vor Anker, eingerahmt von einer saftig grünen Hügellandschaft, und wir können ganz entspannt im „Land of Sea and Sun“ (wie es die KFZ-Kennzeichen der Locals versprechen) auf Entdeckungsreise gehen.

 

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We did it!

Atlantikquerung Kapverden – Karibik: 2.110 Seemeilen, 16 Tage und 5 Stunden.

Viele Segler träumen von einer Atlantiküberquerung. Jährlich starten ein paar Hundert Yachten auf den Kanarischen Inseln oder den Kapverden mit Ziel Karibik. In diesem Jahr heißt es auch für uns Leinen los! Der Bann ist gebrochen. Am Freitag, 15. Dezember legen wir in Mindelo, Sao Vicente (Kapverden) ab und erreichen nach 16 Tagen und 5 Stunden – und damit für uns schneller als erwartet – noch im Jahr 2017, pünktlich zum Silvesterfeuerwerk, unseren Zielhafen English Harbour (Antigua) auf der anderen Seite des Atlantiks. Mit 2.110 Seemeilen im Kielwasser erleben wir Blauwassersegeln auf der sogenannte Barfußroute.

Hier kommt die Story unserer Atlantiküberquerung!

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Vorweihnachtszeit auf den Kapverden

Landgang mit afrikanischem Flair.

Die Kapverden haben wir vorrangig als strategisches Ziel und Sprungbrett für unsere Atlantikquerung ausgewählt. Dann aber erkennen wir zunehmend die Möglichkeit, hier ein Stück Afrika zu erleben. Wohl ahnend, dass es nun richtig exotisch wird, wollen wir uns nach unserem Landfall in Mindelo/Sao Vicente auf dieses Abenteuer einlassen. Grell-bunt flackernde Weihnachtsmotive in den Straßen kündigen das bevorstehende Weihnachtsfest an, das wir selbst auf hoher See erleben werden, wenn wir nun (am 15. Dezember) zur Atlantikquerung starten. Daher wünschen wir allen Followern und mental mitreisenden Freunden und Bekannten bereits jetzt: Frohe Weihnachten!

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Afrika, wir kommen!

Etappe: El Hierro (Kanaren) –  Sao Vincente, Mindelo (Kapverden).

Señora – now I can see you, … you’re close, so close – OK, I stop the engine. Ganz ruhig klingt die tiefe Stimme durch den Lautsprecher des Funkgerätes , Kanal 16. Na endlich. Jetzt hat er’s kapiert und tut was. Es ist Nikolaustag, unsere 3. Nacht auf See. Noch rund 480 Seemeilen liegen vor uns und noch immer weht der Wind zuweilen in Böen mit 27 Knoten und lässt den Windgenerator zu Hochform auflaufen.

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Kanarischer Herbst mit deutschem Intermezzo

Etappe: La Palma – La Gomera – El Hierro.

19.30 Uhr MEZ, die Sonne geht gerade unter, es wird schnell dunkel, bleibt aber weiter sommerlich warm. Es ist der letzte Novembertag. In einer Bucht vor schwarzer Steilküste im Süden La Gomeras vor Anker liegend werden wir auf der Aurora Maris sanft – zuweilen, wenn in der Ferne eine Schnellfähre vorbei geht, auch etwas härter – von einer Seite auf die andere geschaukelt. Weiterlesen „Kanarischer Herbst mit deutschem Intermezzo“